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Blaumachen zum schlau machen

Die Rot-Rot-Grüne Landesregierung möchte in Thüringen den Bildungsurlaub einführen. Fünf Tage im Jahr sollen Arbeitnehmer im Jahr bezahlten Urlaub nehmen können, um sich fortzubilden. Doch Wirtschaft und Unternehmen laufen Sturm. 

Momentime – Der Local Times Kommentar

Erfurter Unternehmer haben es wirklich nicht leicht. Der Standortnachteil in der Thüringer Walachei ist schon schlimm, aber seitdem die Arbeitnehmer neuerdings auch noch menschenwürdig entlohnt werden sollen, ist an den großen Reibach einfach nicht mehr zu denken. Und jetzt auch noch das: Bildungsurlaub!

Die Rot-Rot-Grünen Wirtschaftskiller aus dem Landtag haben einen Entwurf vorgelegt, wonach die mittellosen Arbeitgeber künftig ihren Angestellten fünf Tage zusätzlichen Urlaub im Jahr spendieren sollen! Fünf bezahlte Tage nichts tun – außer Bücher lesen! Gut, dass es da noch so edle Kapitalistenversteher wie den Erfurter IHK-Chef Gerald Grusser gibt. Er macht sich stark für die, die sonst keinen haben:

„Das neue Gesetz würde die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen weiter schwächen.“ (1)

Auch Thomas Malcharek, seines Zeichens Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Thüringen, nimmt die verängstigten Unternehmer in den Schutz:

„Die Lohnfortzahlung ist eine unzumutbare Kostenbelastung für Firmen“ (1).

In den alten Bundesländern, denen der Bildungsurlaub (bis auf Bayern und Baden-Württemberg) bereits aufgezwungen wurde, zeigt die Expertise der Unternehmen: 1 bis 5 % aller Angestellten nehmen die Lernferien hemmungslos in Anspruch. Ähnlich Existenz bedrohlich könnte das Blaumachen zum schlau machen auch für die Thüringer Unternehmen werden, wie Malcharek befürchtet:

„Wenn eine Kraft freigestellt ist, kann sie nicht ohne Weiteres ersetzt werden.“ (1)

Für die Firmen könnte es zappenduster werden, wenn der Gesetzesentwurf tatsächlich im Landtag beschlossen werden sollte. Dass dieser nämlich von linken Hardlinern und Wirtschaftsfeinden erarbeitet worden sein muss, wird schon daran deutlich, dass den Unternehmen gerade einmal zwei Schutzklausel eingebaut worden sind. Die eine besagt, dass der Arbeitgeber nur verpflichtet sei 20 % aller Freistellungstage zu genehmigen. Das wäre dann immer noch ein ganzer Tag! Die andere ermöglicht es dem Unternehmen bei „dringlichen betrieblichen Belangen“ oder „wirtschaftlicher Not“ den Bildungsurlaub gänzlich zu streichen.

Local Times meint: Wenn Rot-Rot-Grün so weitermacht, machen sie die Wirtschaft kaputt!

 

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