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Call a Job: Die Hotline zum Ausbildungsplatz

Vor einer Woche begann ein neues Ausbildungsjahr, trotzdem gibt es in Thüringen etwa 1000 freie Lehrstellen. Für alle Thüringer ohne Ausbildungsplatz, bietet die IHK Erfurt Abhilfe. Hier genügt der Griff zum Telefon.

Ein neues Ausbildungsjahr hat begonnen und bisher sind noch immer über tausend Lehrstellen in Thüringen unbesetzt. Der Bewerbermangel ist branchenübergreifend, allerdings fehlen neue Auszubildende besonders im Metallbau, in der Logistikbranche sowie im Hotel – und Gastronomiegewerbe, berichtet Thomas Fahlbusch, Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung von der Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK).

Grund für den Überschuss an Ausbildungsplätzen ist die von Jahr zu Jahr geringer werdende Zahl an Schulabgängern. Zudem entscheiden sich viele Jugendliche nach Erwerb der Mittleren Reife für Abitur und Studium. Aktuell schließen etwa 15 000 Mädchen und Jungen nach der zehnten Klasse die Schule ab, der Rest wechselt in die weiterführende Oberstufe.

Ausbildungssuchende, die bisher leer ausgingen, unterstützt die IHK Erfurt nun mit einer Servicehotline. Am Telefon kann man sich zur Berufswahl beraten und einen passenden Ausbildungsplatz vermitteln lassen. Die IHK-Bildungsexperten sind von Montag bis Freitag erreichbar und stehen mit Rat und Tat zur Seite, auch bei denjenigen, die sich allein nur mal einen Überblick verschaffen möchten, welche Berufsgruppen in Frage kommen könnten.

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Bisher lief die Hotline schleppend an, so Thomas Fahlbusch. Auffallend seien die vielen Anrufe von Eltern und Großeltern, die die Lehrstellensuche für ihre Schützlinge übernehmen. Dabei könnten junge Menschen ohne Ausbildungsplatz selbst Initiative ergreifen, wenn sie verstärkt ihre Umgebung mit offenen Augen erkunden würden, meint Fahlbusch. Hinzu kommt, dass die meisten Unternehmen mit freien Lehrstellen schlichtweg unbekannt seien. Für solche Fälle lohnt sich ein Anruf bei der Erfurter IHK.

Desweiteren beschäftigt sich die Industrie- und Handelskammer seit Anfang des Jahres mit der Integration von Flüchtlingen in die Thüringer Wirtschaft. Das neu gegründete „Vocational Training Center“ (VTC) am Berufsbildungszentrum begleitete in einem Pilotprojekt 42 junge Flüchtlinge bei ihrem Weg in die Berufsausbildung. Das VTC vermittelte während der Projektlaufzeit zwölf Beteiligte in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis. Voraussetzung für die erfolgreiche Vermittlung von jungen Fachkräften an Thüringer Ausbildungsbetriebe sei das Erlernen der deutschen Sprache auf B2-Niveau, so Thomas Fahlbusch. Viele regionale Unternehmen begrüßen die jungen Migranten mit offenen Armen und sind bestrebt Flüchtlinge in ihrem Lehrbetrieb aufzunehmen.

 

 

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