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Wenn die Masse das Projekt finanziert Crowdfounding

Crowdfunding ist eine immer beliebter werdende Möglichkeit der Finanzierung von Projekten jeder Art. Das Prinzip ist denkbar einfach: Leute, die eine Idee in die Realität umsetzen wollen, präsentieren diese auf einer von vielen Crowdfunding-Plattformen und buhlen dort um die Aufmerksamkeit der User. Diese haben die Möglichkeit, Projekte, die ihnen gefallen, durch eine finanzielle Spende zu unterstützen. Als Gegenleistung erhalten sie dann ein nettes Dankeschön – vom Jutebeutel, über freien Eintritt bis hin zum Wertgutschein. Auch kreative Köpfe aus Erfurt nutzen Crowdfunding immer öfter als Finanzierungs-Möglichkeit – und das auch mit Erfolg.

Zwei Ideen, zwei Erfolgsgeschichten

Wer dieser Tage durch die sozialen Netzwerke surft, kann sich dem Hashtag #crowdfunding kaum noch entziehen. Die Projekte, die das Prinzip der Schwarm-Finanzierung, so die deutsche Übersetzung für Crowdfunding, für sich entdeckt haben, unterscheiden sich teils stark voneinander. Das sorgt dafür, dass Crowdfunding die Menschen auf ganz unterschiedlichen Ebenen erreicht und den Charakter einer Modeerscheinung längst abgelegt hat. Nicht nur schnelllebige Startups, sondern auch Organisationen und nachhaltige Projekte finanzieren sich längst durch das Crowdfunding.

Auch in Erfurt haben zuletzt zwei verschiedene Konzepte auf sich aufmerksam gemacht – und das nicht zuletzt, weil sie sich durch Crowdfunding finanziert haben und deswegen auf der Suche nach zahlfreudigen Unterstützern waren. Die Rede ist von Ella – Erfurts langersehntem Lastenrad und dem Nordbahnhof e.V., einem Verein, der das verlassene Gebäude in einen Kultur-Raum verwandeln und somit zu neuem Leben erwecken will. Beide Projekte könnten nicht unterschiedlicher sein und doch haben sie eines gemeinsam: Sie haben es durch Crowdfunding geschafft, von einer Idee zur Realität zu werden.

Erfurt bekommt sein erstes Lastenrad

„Ella“ steht für „Erfurts langersehntes Lastenrad“. Es handelt sich hierbei um ein Projekt, dass vom Welt(t)raum e.V., einer kleinen Gruppe von Menschen, die durch die Liebe zum Fahrradfahren geeint wird, gegründet wurde. Das Lastenrad soll zeigen, dass es in einer mittelgroßen Stadt wie Erfurt nicht notwendig ist, ein Auto zu besitzen. Dem Team um Initiatorin Claudia Hille ist es dementsprechend besonders wichtig, dass der Aspekt der nachhaltigen Mobilität eines Lastenrades für Erfurt in den Fokus gerückt wird. Im Gespräch verriet sie: „Die Idee ist, dass man mit Ella einfach mal ausprobieren kann, wie sich ein Lastenrad fährt und wie praktisch so ein Rad im Alltag ist.“ Außerdem weiß die wissenschaftliche Mitarbeiterin, die an der Fachhochschule Erfurt arbeitet: „Mit dem Lastenrad ist man, wie mit einem normalen Fahrrad auch, auf Strecken bis zu fünf Kilometern immer schneller als mit dem Auto unterwegs.“

Mit dem Konzept hat der Welt(t)raum e.V. einen Nerv bei den Erfurtern getroffen. Die angepeilte Summe in Höhe von 3.500 Euro wurde noch vor Ablauf des Crowdfundings erreicht. Am Ende kamen sogar 4.201 Euro zusammen. Mit diesem Geld wird das Lastenrad Ella nun in die Realität umgesetzt.

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One thought on “Wenn die Masse das Projekt finanziert Crowdfounding

  1. In vielen Bereichen wird zwischenzeitlich auf Crowdfunding zurückgegriffen und es ist beeindruckend zu sehen, was dadurch schon für großartige Projekte realisiert werden konnten.

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