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Shalom Achava-Festival

Heute Abend beginnen mit einer festlichen Eröffnungszeremonie im Dom die ersten „Achava“-Festspiele Thüringens. Das interreligiöse Kulturfestival rief der im Frühjahr gegründete Verein „Achava e.V.“ ins Leben. Bis zum 6. September steht in Erfurt alles im Zeichen der „Brüderlichkeit“, gleichbedeutend mit dem hebräischen Wort „Achava“.

Die Veranstalter bieten in anderthalb Wochen ein inspirierendes und abwechslungsreiches Programm rund um die jüdische Kulturgeschichte, was es in dieser Art in der Landeshauptstadt lange nicht gegeben hat. An sieben verschiedenen Veranstaltungsorten gibt es die Möglichkeit in den interkulturellen Dialog zu treten, Gesprächen und hochkarätiger Musik Gehör zu schenken, sowie die Atmosphäre der jüdischen Kultur auf sich wirken zu lassen.

Neben Diskussions- und Gespächsforen, Führungen für Kinder und Erwachsene, einem Gottesdienst und einer Ausstellung, sorgen internationale Musikstars wie der Mandolinenspieler Avi Avital für erstklassige Konzerterlebnisse. Das Alte Heizwerk am Fuße des Petersberges bietet für insgesamt fünf Livekonzerte eine beeindruckende Kulisse für Genießer jeglicher Musikrichtung. Ob Klassik, Jazz, Blues, Klezmer oder urbaner Clubsound, die musikalischen Highlights des Achava-Festivals können sich sehen und hören lassen.

Die Alte Synagoge veranstaltet an drei Abenden die Gespächsreihe „Hört die Zeugen“. Hierbei berichten die Holocaustüberlebenden Margot Friedlander, Éva Fahidi-Pusztai und Heinrich Bukszpan über ihre Erinnerungen und Erfahrungen während und nach der Schreckensherrschaft der Nazis.

Von der kulinarischen Warte her, gibt es für die Zeit während der Achava-Festspiele einen besonderen Ausgeh-Tipp für alle Liebhaber der israelisch-orientalischen Küche. Das Ballenberger, ein Restaurant bei der Krämerbrücke, kreiert Gaumenschmäuse a la Tel Aviv und serviert die dazu hervorragend schmeckenden, nahöstlichen Weinsorten.

Anschließend an das heutige Eröffnungskonzert im Dom gehen die Feierlichkeiten im Heizwerk weiter: „Erfurt goes Tel Aviv“, ab 22 Uhr verwandelt sich das Industriedenkmal zur Partylocation (Eintritt frei). Weitere Veranstaltungsorte während der Festivaltage sind die Alte, Neue und Kleine Synagoge, sowie der Barocksaal in der Staatskanzlei und die Peterskirche. Eine ausführliche Programm-Übersicht findet ihr u.a. als PDF-Download auf: www.achava-festspiele.de/programm

 

Bild zur Verfügung gestellt von Achava e.V.

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