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#Thüringenhilft

Erfurt erwartet in den nächsten Stunden rund 600 Flüchtlinge aus München. Weitere werden im Verlauf der Woche noch folgen. Auch wenn für viele dieser Menschen die Thüringer Landeshauptstadt nur eine Zwischenstation ist, sind die Erfurter gewillt den Hungrigen, Müden und Erschöpften einen wunderbaren Empfang zu bereiten! 

Plötzlich ging alles ganz schnell. Unter dem #thueringenhilft verbreitete sich heute am frühen Nachmittag die Meldung, dass in den nächsten Stunden rund 600 Flüchtlinge aus München nach Erfurt kommen würden. Im Handumdrehen organisierten zahlreiche Hilfsorganisationen und Politiker der rot-rot-grünen Landesregierung eine Notunterkunft in den Erfurter Messehallen und eine Spendensammlung im Thüringer Landtag. Viele freiwillige Helfer kamen hinzu, bauten Feldbetten auf oder sortierten gespendete Kleidung, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Die Erfurter Zivilgesellschaft war gefordert und sie war da!

„Herzlich willkommen sagt Johanna“

Schon gegen 17 Uhr ließ sich ein positives Zwischenfazit ziehen, wie Madeleine Henfling von den Grünen berichtete: „Es ist wie in einem Bienenstock. Es ist schön, dass die Leute hierher kommen und Spenden abgeben und dass die Organisation so kurzfristig, so gut über die sozialen Netzwerke funktioniert hat.“ Tatsächlich häuften sich Kleiderberge, Lebensmittel und Windelspenden in den Räumen des Thüringer Landtages. Mit Tüten, Kisten und sogar mit Kinderwagen, randvoll mit Spenden, kamen die Erfurter in den Landtag. Ein kleines Mädchen spendete einen gemalten Willkommensgruß.


johanna

Die viel beschworene „Willkommenskultur“ – heute konnte man sie in Erfurt erleben. Via Twitter und Facebook waren innerhalb weniger Stunden genügend Helfer zusammengetrommelt, um Unterkünfte und Erstverpflegung für bis zu 3000 Menschen bereitzustellen. Denn die 600 bisher angekündigten Flüchtlinge, sind nur der Anfang: „Wir rechnen damit, dass das diese Woche nicht die letzten gewesen sind, die hier ankommen werden“, sagte Madeleine Henfling gegenüber Local Times.

Socken, Schuhe, Warme Kleidung

Darum werden auch weiterhin Spenden gesammelt. „Besonders Schuhe und warme Kleidung für Männer werden benötigt“, sagte Sabine Berninger von der Links-Fraktion. Die Leute würden zwar gern und viel für Kinder spenden, dabei jedoch deren Eltern vergessen. Aber auch diese müssten sich für den Herbst und Winter einkleiden können. Unterwäsche und Socken, wären dabei nicht weniger wichtig, als Jacken und Hosen.

Ob die Spendenaktion im Thüringer Landtag morgen noch weiter laufen wird und wann die Menschen am Erfurter Bahnhof eintreffen werden, steht bisher noch nicht fest. Die wichtigsten und aktuellen Informationen können jedoch über den Twitter-Account Thüringenhilft verfolgt werden

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Stark vor Ort: Diana Lehmann (SPD), Sabine Berninger (Linke), Madeleine Henfling (Grüne)

 

Weitere Möglichkeiten den Flüchtlingen zu helfen in dem Artikel „Erfurt hilft!“.

Andreas Kehrer, Franziska Gutt (Fotos)

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